Ev.- Luth. Schwesterkirchgemeinden Werdau/Leubnitz, Königswalde, Steinpleis

Informationen und Gedanken zur aktuellen Lage
Aufgrund der aktuellen Situation wegen des Corona Virus und den damit verbundenen fallen bis auf weiteres die Gottesdienste und Veranstaltungen in unseren Kirchgemeinden aus.
Das Pfarramt in Werdau bleibt für den Besucherverkehr auch erst einmal geschlossen.
Erreichbar sind wir wie bisher unter 03761-2270. 

Das ist für uns alle eine schwierige und bis vor kurzem nicht erwartete Situation. Was derzeit in unserem Land und ebenso weltweit geschieht, haben wir so noch nicht erlebt und können zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer einschätzen, wie es sich weiterentwickelt.

Als Christen vertrauen wir darauf, dass unser Leben jederzeit in Gottes Hand ist. Zugleich empfinde ich selber auch die Angst vor dem, was alles noch auf uns zukommt, wie schlimm es wirklich ist oder werden könnte sowie die Frage, wie wir damit umgehen.

Jetzt sind wir neben der Ansteckungsgefahr konkret von etwas betroffen, was persönliche Auswirkungen für jeden von uns hat, wenn das gesellschaftliche Leben immer weiter eingedämmt und der Wirtschaftskreislauf zurückgefahren werden muss. Es ist nicht irgendwo weit weg und wir können dazu Bilder im TV anschauen, sondern nah, ohne dass wir es sehen. Es lässt uns spüren, wie zerbrechlich unsere geglaubte Sicherheit ist. Um das gut zu überstehen, braucht es ein solidarisches Miteinander, verbunden mit Verzicht und persönlichen Einschränkungen.

Die diesjährige Fastenzeit steht unter dem Thema: „Sieben Wochen ohne Pessimismus“. Ist das in so einer Situation möglich? Es geht ja nicht darum, alles nicht so schlimm zu sehen. Was schwierig ist, das ist schwierig. Und was uns Angst macht, macht uns Angst. Ich verstehe es so, dass wir bei aller Angst nicht resignieren, sondern zuversichtlich bleiben und es auch als Chance betrachten, unser Leben zu überdenken. Dabei können wir uns Gott anvertrauen, weil er um uns weiß und einen Weg für uns hat, auch durch alle Tiefen. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2. Tim. 1,7).

Sicherheit haben wir nicht, auch nicht als Christen, dass es uns nicht treffen kann. Aber wir haben mit unserem Glauben die Gewissheit, dass Gott bei uns ist durch Jesus Christus. Gott stärke uns in dieser Gewissheit. Noch ein Gedanke: Not lehrt beten – und beten heißt, dass wir Gott bitten und uns ihm anvertrauen. Das ist überall und zu jeder Zeit möglich. Zugleich denke ich an die Glocken, die uns früh, mittags und abends daran erinnern.

Wenn wir sie hören, können wir in der Fürbitte aneinander denken und Gott um Weisheit bei allen Entscheidungen bitten. So sind wir auch dann, wenn wir uns zurzeit nicht versammeln dürfen, miteinander verbunden.


Herzlich grüßt Pfarrer Andreas Richter

 



| Impressum/Datenschutzerklärung | ©2010